Begegnungen

 

Christus vincit, Christus regnat

 

 

Licht Christi -
Licht in meinem Herzen


Licht Christi -
Licht in unseren Herzen

 

 

 

 

Begegnung - einander begegnen

Begegnung ist etwas, wonach wir uns alle sehnen, und doch ist tiefe Begegnung, die das Herz berührt, selten und kostbar.

Oft gehen wir aneinander vorbei, oft verfehlen wir uns und die Begegnung wird nicht möglich. Manchmal gibt es Begegnungen, die kurz sind, und doch stark und in Erinnerung bleiben. Ein Blick oder ein Lächeln, eine überraschende Aufmerksamkeit, ein von Herzen kommendes Danke.

Begegnung bedeutet aber für mich auch, mit der Welt verbunden zu sein, mit dem, was passiert. Und oft finde ich Projekte und Initiativen, die mich bewegen, mir Hoffnung und Mut machen. Darum geht es hier auf dieser Seite. Es geht auch darum: was nährt uns? Was nährt uns wirklich, was stärkt uns?

Enstanden ist die Idee zu dieser Seite auch aus der Unzufriedenheit mit dem eklatanten Mangel an Friedensinitativen für Syrien und den Irak, verbunden mit einer viel zu stark militärisch fokussierten Politik von Seiten der internationalen Akteure, nun auch noch Russland und Türkei. Mich entsetzt, wie sehr die alten Strukturen aus der Zeit des Kalten Krieges derzeit wieder hervortreten. Wir, die Welt, die Menschheit brauchen Dialog und Vertrauensbildung und auch Abrüstung und einen Stopp von Waffenlieferungen in den gesamten Nahen Osten!

 

Tau-ZeichenLichtzeichen, Herzenswege ..

 

 

 

Gebet für FriedenDen Frieden nähren

Ich wünsche mir Gebete, Gesten der Nähe, die nicht nur den Opfern der Anschläge von Paris gelten, sondern allen Opfern der aktuellen Kriege, gewaltsamen Konflikte und des Terrorismus, also auch den Opfern in:

Syrien, Irak, Libanon, Jemen, Israel und Palästina, Südsudan, Zentralafrikanische Republik, Nigeria, Afghanistan, Libyen, Somalia, Kenia .. und auch den 224 Opfern des Terroranschlags auf das russische Flugzeug.

Und hier das Gebet, das angesichts der Anschläge von Paris und der Gewalt in so vielen Ländern der Erde, diese Bitte an Gott richtet: "Herr, entwaffne sie - und entwaffne uns", von einem französischen Dominikaner.

Es wäre ein wichtiges Signal des Friedenswillen, wenn Menschen in aller Welt ihre emotionale und geistige Nähe auch zu den Menschen zeigen würden, die weit weg, nahezu unsichtbar, in Folge der Gewalt sterben und in den europäischen und internationalen Medien nicht die Aufmerksamkeit und den Raum bekommen, die die Anschläge in Paris gefunden haben. Auch weil die Aufmerksamkeit und damit der internationale Druck, z.B. auf Frieden und eine Einstellung der Kriegshandlungen z.B. im Jemen, im Südsudan oder in der Zentralafrikanischen Republik fehlt, aus unterschiedlichen Gründen, können die Konflikte dort mit solcher Brutalität weiter geführt werden. Mit Folgen wie hier im Jemen, dessen Bevölkerung ohnehin bitterarm ist. Erst Ende Oktober wurde ein Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen bei einem Bombenangriff unter saudi-arabischer Führung im Jemen zerstört. In Beirut wollten IS-Terroristen am Freitag, 13. November 2015, ebenfalls einen Anschlag auf ein Krankenhaus verüben. Da es aber so gut bewacht wurde, haben sie sich für den Anschlag in einer Geschäftsstraße entschieden, bei dem 40 Menschen starben. Dies zeigt die neue Dimension von Kriegsführung und Terror, die keine Grenzen mehr kennen und wo bewusst wichtige medizinische Zentren ins Visier genommen werden. Und nein, ich vertraue nicht auf die Kraft der Waffen - was die Welt braucht, ist grundlegende Friedensarbeit, wozu auch gehört, dass alle Staaten ihrer ethischen Verpflichtung nachkommen, die Arbeit des Welternährungsprogramms (WFP) zu sichern.

Frieden kann nur wachsen, wenn es auch Versöhnung und Vergebung gibt. Und darin geht uns Gott voran, als Quelle aller Barmherzigkeit und Vergebung.

Diese bewegenden Worte findet der Journalist Antoine Leiris nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau Helene am 13. November 2015 im Bataclan in Paris.


Ja, Solidarität: Vielleicht ist diese kleine Initiative wenig bekannt und sie hat vielleicht auch wenig Gewicht, die Gewalt im Irak zu stoppen. Aber sie ist eine Initiative der Solidarität mit den dort lebenden, vertriebenen und leidenden Christen. Gerade mal etwas mehr als 1.200 Menschen, darunter bemerkenswert viele aus Portugal, zeigen ihr Gesicht bei http://wearechristians.info/

 

West Eastern Divan OrchesterJa, Musik: Sie kann heilen, uns in Begegnung bringen, uns den Reichtum und die Schätze des anderen erschließen. Statt Waffen zu produzieren und mit Rüstungsgütern zu handeln, sollten wir lieber den Bau von Musikinstrumenten fördern, den Musikunterricht, und uns hier austauschen, gemeinsam singen, tanzen, kochen und essen. Das wäre Peacebuilding!

 

Musik, die Grenzen und Mauern überwindet:
Ein Mann mit seinem Instrument in Ramallah
(Foto © Peter Dammann)

Das "West-Eastern Divan Orchestra"von Daniel Barenboim gibt es bereits seit 15 Jahren und dieser Dokumentarfilm, "Knowledge is the beginning" von Paul Smaczny, zeigt, wie dieses wundervolle Orchester arbeitet und es immer wieder schafft, so viele Schwierigkeiten und Mauern zu überwinden und Begegnung, Verständigung und auch Freundschaft zu ermöglichen.


Hörenswert: Eine argentinische Ordensfrau findet sich nicht mit den Ungerechtigkeiten und dem zum Himmel schreienden Unrecht in ihrem Land ab. Seit 25 Jahren setzt sich Schwester Martha Pellino mit Schweigemärschen, an denen bis zu 30.000 Menschen teilnahmen, für eine gerechtere Justiz und Gesellschaft ein. Vieles, was in diesem Beitrag auf Radio Vatikan thematisiert wird, hat globale Dimensionen und eigentlich müssten wir alle viel mehr dagegen aufschreien: Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern, Jugendlichen und Frauen - Menschen, die benutzt und weggeworfen werden, in maßloser Verachtung. Wann werden wir dies alles überwinden und endlich geschwisterlich miteinander leben? Wann wird endlich all die Ausbeutung überall in der Welt aufhören?

Und dies, die Gedanken der Sel. Teresa von Kalkutta, aus "No greater love" - sie betreffen uns alle - aqui em Português


Charles de Foucauld mit Kind in AlgerienUnd ja, Charles de Foucauld ist jemand, den ich verehre und ich habe diesen Film (in französischer Sprache) über ihn und seine Spiritualität unzählige Male gesehen. Und hier seine Lebensgeschichte auf Italienisch, wundervoll begleitet von der Gitarre und Stimme von Schwester Chiara di Gesù, eine der Kleinen Schwestern von Jesus. Charles de Foucauld beeindruckt mich, weil er so konsequent gesucht hat, Jesus ähnlich zu werden, ihn von ganzem Herzen zu lieben und den letzten Platz einzunehmen. Wer will das heute schon? Was bedeutet es, danach zu streben, nach dem letzten Platz in der Gesellschaft, bei den Ausgestoßenen, denen, die verachtet sind, als minderwertig gelten? So gegen den Strom aller heute und auch schon im 19. Jh. vermittelten Werte zu schwimmen? Für Charles de Jesus bedeutete es authentische Nachfolge, Leben des Evangeliums in seiner ganzen wunderbaren Radikalität und - Liebe, Leben aus der Liebe heraus, arm und bedürftig.
Charles de Foucauld_coeur